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Nationalpark Sächsische Schweiz
 

Der Nationalpark
Oft lautet die erste Frage, die Besucher des Nationalparkes stellen: Welche seltenen Arten an Tieren und Pflanzen gibt es hier? Als ob das über den Wert eines Nationalparkes entscheiden könnte. Wenn dann berichtet wird, dass es hier Uhu, Sperlingskauz, Eisvogel oder Schwarzstorch gibt, dass hier Krähenbeere, Knotenfuß oder Sumpfporst wachsen, ist die allgemeine Befriedigung groß.
Wiewohl der Naturfachmann am Vorkommen dieser in unseren Breiten selten gewordenen Arten die Intaktheit eines Ökosystems sofort erkennt, wird der Normalbesucher der Sächsischen Schweiz wohl kaum eine dieser Raritäten zu Gesicht bekommen haben. Das schmälert jedoch den Erlebniswert dieser Landschaft in keiner Weise, denn was hier der aufmerksame Beobachter an Naturschönheiten und Naturzusammenhängen beobachten kann, ist von einer überwältigenden Fülle und Vielfalt, die jeden Elbsandsteinbesuch zu einem Erlebnis werden lassen können.



[Sächsische Schweiz]
Das Erscheinungsbild der Landschaft mit ihren Ebenheiten und Tafelbergen, den gewaltigen Felsriffen, steil aufragenden Sandsteintürmen oder den tief eingeschnittenen Gründen ist an Mannigfaltigkeit schwer zu übertreffen. In enger Abhängikeit vom geologischen Profil hat sich im Elbsandsteingebirge eine ganz charakteristische Flora herausgebildet. Gerade in den kaum zugänglichen Felsbereichen, auf Felsriffen wächst noch heute der Wald wie vor hunderten von Jahren. In den tief eingeschnittenen Gründen, z.B. Polenztal, begegnen wir Phänomenen der Klimaumkehr. Durch das "Kellerklima" haben sich im Bereich der Talsohlen viele Pflanzengesellschaften angesiedelt, die in den Mittelgebirgsregionen normalerweise in die oberen "Etagen" gehören.




[Elbsandsteingebirge]
Während früher in Mitteleuropa ein vielfältiger Laubmischwald vorherrschte , finden wir heute weitgehend den durch die Forstwirtschaft angelegten Fichtenwald. Im Nationalpark findet aufgrund des Nutzungsverbotes der Natürgüter keine Waldbewirtschaftung mehr statt.
Es wird angestrebt, dass hier in späteren Jahren wieder ein artenreicher Mischwald wachsen wird. Der aufmerksame Wanderer wird vielerorts junge Eichen oder Buchen zwischen den Fichtenbeständen wachsen sehen.
Wir werden uns daran gewöhnen müssen, das die Bäume, die ein Sturm gefällt hat oder die aus Alterschwäche zusammengebrochen sind, künftig nicht mehr weggeräumt werden. Werden und Vergehen, dass soll in einem Nationalpark sichtbar sein und uns helfen, die Natur zu betrachten und zu verstehen.
Die vielfältigen Zusammenhänge der Natur können und sollen für Besucher des Nationalparkes erlebbar sein. Wir sind gehalten, einige elementare Regeln im Umgang mit der Natur einzuhalten. Wir wollen die Natur als Gäste besuchen. Wir wollen uns schonend und rücksichtsvoll in ihr bewegen. Gerade in einer Erosionslandschaft wie der Sächsischen Schweiz ist das von besonderer Bedeutung. Um die Zerbrechlichkeit dieser Landschaft zu begreifen, brauchen wir nur einmal zwei Sandsteinbrocken aneinander zu reiben.



[Sächsische Schweiz]
Beim Kennenlernen des Nationalparkes will die Nationalparkverwaltung gern behilflich sein. Sie bietet geführte Wanderungen und Waldexkursionen an. Speziell Kinder und Jugendliche haben die Möglichkeit, an interressanten Bildungsprogrammen teilzunehmen.

Nationalpark Grundsätze
Natur ganzheitlich schützen
auf die Ausnutzung der Naturgüter bewußt verzichten
natürliche Abläufe nicht beeinflussen
die heimische Tier- und Pflanzenwelt erhalten
NATUR erleben und verstehen lernen
sich erholen und entspannen
durch das eigene Verhalten zum Schutz des uns anvertrauten Naturerbes beitragen

NATIONALPARK
SÄCHSISCHE SCHWEIZ
NATIONALPARKVERWALTUNG
01824 Königstein
Schandauer Straße 36
Telefon 035021 / 68 229
Telefax 035021 / 68 446
www.nationalpark-saechsische-schweiz.de

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